Kamelot

"Dominon"

DURP - eZine from the progressive ocean

english summary
Info

Kamelot
"Dominon"
1996, Noise

Rezension

Die Geschichten um den legendären Herrscher und seine Ritter haben schon häufig Rockmusiker inspiriert, sei es nun in Form einer konkreten musikalischer Umsetzung der Inhalte (wie zum Beispiel seinerzeit durch Rick Wakeman mit "The legends and myths of King Artur") oder lediglich für die Namensfindung. Letzteres scheint auf den ersten Blick bei Kamelot der Fall zu sein, wenngleich Ritter und Helden in den Texten ein häufig vorkommendes Motiv darstellen. Die 1991 gegründete Band kommt aus den Staaten und hat mit "Dominion" (Noise/Modern Music) gerade ihre zweite CD veröffentlich. Für mich völlig unverständlich steht "Kamelot" noch immer ohne US-Deal da, in unseren Breiten sollte das Teil aber problemlos erhältlich sein. Denn alle, die auf Heavy-Metal mit symphonischen Touch stehen, sind mit dieser CD bestens bedient. Für alle, die es klassisch lieben, dürfte sich der instrumentale Opener "Ascension" als wahrer Leckerbissen entpuppen, danach geht es allerdings mit "Heaven" gleich kräftig zur Sache, in dem Up-Tempo-Song dominieren harte Gitarren und die Keys haben ersteinmal Schonzeit. Die folgenden Songs präsentieren sich dann einen Zahn ruhiger, wobei besonders in "Rise Again" und "One Day I'll win" die für die Band so typischen orchestralen Keyboardpassagen zu finden sind. Bei "Birth of a Hero" dominieren balladeske Klänge und bei "Creation" handelt es sich um einen zweiten sehr gelungenen Instrumentaltitel, sehr abwechslungsreich und mit wunderschönem Keyboardpart in der zweiten Hälfte des Songs. "Sin" beginnt balladesk, entwickelt sich jedoch zu einer typische Heavy-Nummer, eine ähnliche Synthese aus ruhigen Passagen mit hartem Rock finden wir auch auch bei "Song of Roland" (im Mitteltei) und "Crossing two Rivers" (hier zu Beginn). Den Abschluß des Albums bildet "Trouble Mind", ohne große Überraschungen, aber nicht mehr und nicht weniger als ein guter Song auf einem Album, daß ich Fans von Bands wie "Savatage" oder "Shadow Gallery" wärmstens ans Herz legen kann. Kein Break-Marathon a la Dream Theatre und auch ohne Longtrack, dafür aber melodischer Breitwand-Metal, technisch perfekt dargeboten und in einem absprechenden Cover präsentiert. Wünschen wir der Band, daß mit diesem Album nicht nur die Kritiker zufriedengestellt werden, sondern auch der kommerzielle Erfolg hinzukommt.

 
Fazit

Wertung: 7
Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.

   
Summary

... sorry, no english summary of this review ... 7 points
Don't forget to mention the DURP in your order !


© Renald Mienert
DURP - eZine from the progressive ocean
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