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Moonlit

"Elements"


7 Punkte
english summary
Kurzinfo

Moonlit
"Elements"
1997

Markus Rydzy - vocals
Andre Knippschild - guitars
Christian Meier - bass
Christian Wahle - guitars, violin
Jens Knippschild - drums, percussion

Vorab...

Der Name "Moonlit" ließ mich zusammen mit den ersten Takten der vorliegenden CD fäschlicherweise erstmal diese deutsche Band der Gothic-Ecke zuordnen. Daß das absolut fehlgefriffen war, stellte sich dann jedoch recht schnell heraus.

Die Songs
  1. Braving the elements
  2. Time is on my side
  3. Followed by a memory
  4. Silent scream
  5. Remember the rain
  6. Abyss of loneliness
  7. Rays from a distant sun
  8. After the rain
  9. Jaded heart
Gesamtspielzeit: 50:08 min
Das Album

Mit einem sturmgeladenen Gewitter beginnt Braving the elements. Und schon gleich findet man sich in einem angenehmen Konglomerat aus der Schwere früher Gathering-Releases (nur einen Tick schneller), progmetallischen Drive (mit einem wahrlich beachtenswerten Drumming). Warum dieser Song allerdings als Opener gewählt wurde, ist mir schleierhaft, denn er ist für mich der einzige Ausfall auf dieser CD, was auch an der vor allem an der durch die Violine verbreiteten Hektik liegt.

Time is on my side zeigt dann aber gleich, wozu Moonlit in der Lage sind. Hochanspruchsvoller Progmetal mit dezenten Disharmonien, wie man sie von Fates Warning Alben wie "No exit" kennt (und liebt), durchsetzt mit anheimelnden Guitarpassagen, wie sie z.B. Fates Warning oft auf "Inside Out" eingesetzt haben. Zur Songmitte gibts dann auch Riffstakkati, im großen und ganzen überwiegt jedoch der fließende Charakter. Spitzenmässig, wie es Moonlit schaffen, moderne Rockeinflüsse in koriphäischen Progmetal einfliessen zu lassen. Starke Nummer: vertrackt, immer wieder interessant und begeisternd !

Followed by a memory wartet mit schmirgelnd rauhen Guitars auf und dennoch verliert es niemals den artrockigen Unterton. Ein Stück sowohl zum Floaten als auch zum doomigen Abrocken !

Silent scream bewegt sich auf dem gleichen Level wie seine 2 Vorgänger, nur eben durchgehend sanftmütig und anmutend.

Eine Vision ? Eine Erscheinung ? Remember the rain offenbart mir einen deutschen Nachwuchs-Mark-Zonder. Ein Track, der die Klasse von Moonlit nicht besser beschrieben könnte. Die Violine ordnet sich hier dem Song unter und schon trägt sie anstatt zu stören ... Vom Feeling her irgendwo zwischen 80er Heavy, 80er Fates Warning und den 90ern.

Abyss of loneliness schrammt knapp am anspruchsvollen Folkrock vorbei. Akkustikguitar, Violine und Gesangslinien erzeugen keltisch-folkartiges Feeling. ... und wieder eine neue Facette von Moonlit. ;-)

Rays from a distant sun verlangt einiges vom Zuhörer ab, denn sowohl in punkto Härte, Melodien und Sound ist diese Nummer äußerst gewagt, offenbart aber nach einigen Durchläfen ihre Stärken.

Was denn noch ?? After the rain bietet Akkustikgitarre, Streicher und weibliche Vocals (ein in hohen Lagen nicht ganz treffsicherer Sopran), der an drei Stellen einen etwas unpassenden Streicherakkord enthält ... trotzdem: effektvolle Abwechslung, vor allem weil der Song in das eher treibende und herrlich durchsetzte (4:00-4:50) Jaded heart übergeht.

Fazit

7 Punkte Ich tue mir verdammt schwer, Moonlit irgendwo einzuordnen. Alleine diese Tatsache spricht schon gewaltig für diese Combo. Hinzu kommt dieses Feeling, daß mich desöfteren an die Fates Warning Alben "No exit" und "Inside out" zurückdenken läßt, jedoch nicht ohne diverse straighte Metalsplitter mit Düsterflair (streckenweise doomige Guitars) zu übersehen. Was hier geboten wird, ist mehr als vielversprechend !

Die CD gibts für 20 DM + 3 DM in Briefmarken bei:

Jens Knippschild
Wilhelmshöhe 2
55909 Bestwig
Germany
email


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Die Homepage der Band findest Du in den DURP Links.


english summary

7 points The german band "Moonlit" plays progmetal that combines the rough feelings of early progmetal (like Fates Warning on "No exit") and complex modern some kind of floating prog metal (like Fates Warning on "Inside out"). There are no stakkati, no breaks, no "20 songs in one" but what you get is progmetal in the oldfashioned way (but with more doom-alike guitars), some straight metal parts and some artrock influences. By the way: The drumming is on it's best way to Mark Zonder and the violin, that's used in some of the songs, adds some interesting atmosphere.

The CD can be obtained at (price 23 german marks):

Jens Knippschild
Wilhelmshöhe 2
55909 Bestwig
Germany
email

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A link to the website of the band can be found in the DURP Links.


© 12/1998 Markus Weis / Die Ultimative Review Page - http://www.durp.com