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Wildeve

"Touch and go"

Die Ultimative Reviewpage f. Progressive Rock/Metal

english summary
Info

Wildeve
"Touch and go"
1996

Lili Plieninger - vocals
Werner Dannemann, Leon Vijackic, Andreas Brenner - guitars
Peter Steinbach - bass
Rudi Leichtle - drums

Prologue / Vorab

Wann kapieren es deutsche "Musikjournalisten" (oder Kommerzknalltüten), daß die Stimme von Celine Dion nicht das Non-Plus-Ultra dieser Welt ist ... zumal, wenn sie für eine triefende Ballade nach der anderen mißbraucht oder von den Bee Gees in Grund und Boden genäselt wird ? Wann hört man denn schon mal vom Prachtorgan einer Loreena McKennit oder einer Kari Ruislatten.

Und wann schert man sich um die deutsche Szene ? Viel zu selten, denn ansonsten wäre Lili Plieninger bestimmt schon längst weit mehr als nur eine in Szenekreisen renommierte Sängerin, Songwriterin und Studiomusikerin.

Lili Plieninger ist beileibe kein unbeschriebenes Blatt, wie die Bio verrät, denn die Zusammenarbeit mit Musikern wie Bluesrockgitarrist Werner Dannemann, Jan Müller sowie Oliver Mindner (Abraxas), Clive Nolan (Arena, Shadowland etc), Karl Groom (Treshold), der Band Landmarq spricht eigentlich schon für sich.

Tracklist / Die Songs

  1. What a man (3:25)
  2. City Rain (4:07)
  3. DAys of desire (3:38)
  4. Touch and go (4:13)
  5. Good for me (3:03)
  6. As the days go by (3.33)
  7. What can I do (4:07)
  8. Strange girl (4:16)
  9. Radioman (3:34)
  10. Eternalize (4:33)
Gesamtspielzeit / total time: 39:04

Das Album

Als erstes ein paar Worte zu Lili's Stimme. Sie bewegt sich irgendwo zwischen Jana Groß (Bell, Book and Candle), Dolores O'Riordan (Cranberries) und einer gezähmten Alanis Morisette. Die vielzitierten Ähnlichkeiten zu Tori Amos waren für mich nicht zu entdecken, jedoch phasenweise die zu "Mama Amos" Kate Bush in deren frühen Werken.

Das vorliegende Debütalbum bietet zwar weder Progrock noch Progmetal, aber es gibt zum Glück ja auch ein Leben neben dem Prog ;-). "Touch and Go" umschmeichelt den Hörer mit erstklassigen Folkrock, Folkpop sowie gitarrenorientierte Rocksongs. Ein Vergleich zu Alanis Morisette hinkt beträchtlich, denn WIldeve geht weitaus "positiver" zur Sache. Die Emotionsgeladenheit der Texte erinnern mich eher an eine Sinnead O'Conner, Anne Clark oder Lisa Loeb oder die Geschwister McGarrigle.

Sämtliche Songs besitzen Ausdruck, Einfühlungsvermögen und dank der sich desöfteren überschlagenden Stimme ein gesundes Maß an Naivität, die bei High-Tech-Produktionen leider allzu oft eiskalt ausgemerzt wird.

 
Fazit

Die harte Fraktion sollte bei dieser Scheibe die Matte im Schrank hängen lassen, denn "Touch an go" ist eine Scheibe für romantische Abendessen bei Kerzenschein, melancholische Herbstabende oder einfach nur zum Treiben lassen. Schade nur, daß Lili ihre Stimme nur selten auf volle Lautstärke ausfährt ... aber das wäre der Hauptzielgruppe dieses Albums sicher nicht recht gewesen. Alles in allem: Schön, daß solch intelligenter Folkpop/rock auch aus Deutschland kommen kann. 6-7 Punkte

Falls Ihr die CD nicht auftreiben könnt, dann wendet euch an die Homepage der Band (siehe DURP Links).

   
Summary

Intelligent folkrock, folkpop from Germany ? Yes, that's difficult. But there's a female musician (songwriter + singer) that already worked together with people like the german bluesrockguitarplayer Werner Dannemann, Jan Müller and Oliver Mindner (of Abraxas), Clive Nolan (Arena, Shadowland etc), Karl Groom (Treshold) and Landmarq. Her name: Lili Plieninger.

Her voice is somewhere between Jana Groß (Bell, Book and Candle), Dolores O'Riordan (Cranberries) and (a tamed) Alanis Morisette ... and sometimes the naive (in a posivive way) feeling of Kate Bush's early works.

This debutalbum offers no progrock, no progmetal, but it charms your ears with great folkrock, folkpop in the style of Sinnead O'Conner and the McGarrigles. The emotional depth of the lyrics is well done, too.
All songs have expression and so this album is a good choice for romantic dinners, melancholic autumn nights or just for drifting away. 6-7 points

If you can't order this cd in your local shops, then please check out the website of the band ... to be found in the the DURP Links.


© 01/1999 Markus Weis / Die Ultimative Review Page - http://www.durp.com