Cover  

Empyrium

"Weiland"

DURP - eZine from the progressive ocean

english summary
Info

Empyrium
"Weiland"
2002, Prophecy Productions

Helm - vocals, piano
Schwadorf - acoustic guitars, bass, mellotron, drums, voices

    CD 1
  1. Kein Hirtenfeuer glimmt mehr
    Heimwärts
    Nebel
    Fortgang
    A capella
    Nachhall
    Waldpoesie
    Die Schwäne im Schilf
    Wasserfall
    Fossegrim
    Der Nix
    Das blau-kristallne Kämmerlein

  2. Gesamtspielzeit (total time): 50:55

Rezension

EMPYRIUM verschreiben sich gänzlich deutscher Naturromantik der sehr schwermütigen Sorte. Die Musik wird fast vollkommen akustisch bestritten, doch gelegentliche Einsätze des Mellotrons wie z.B. beim Opener Kein Hirtenfeuer glimmt mehr und die gelegentliche Verwendung von klassischen Instrumenten wie Querflöte, Bratsche, Cello oder Fagott verleihen der Musik zusätzliche Tiefe und verhindern zu viel Einseitigkeit bei den Arrangements.
"Weiland" nimmt sich dreier Landschaften an: Heide, Wald und Wasser. Diese werden in drei Kapiteln beschrieben. Das Album atmet dabei eine solche Melancholie und Schwermütigkeit stellenweise, daß "Weiland" eigentlich kaum zu den hellen Sonnentagen des Sommers passen will. "Weiland" ist der perfekte Soundtrack zu nebelverhangenen Herbsttagen, an denen der Schwermut regiert.
Die Akustikgitarren erinnern interessanterweise an STEVE HACKETT, vor allem von seinen eigenen akustischen Werken wie "Bay of kings" oder "Momentum", so daß die Musik durchaus auch für seine Fans von gewissem Interesse sein könnte. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist der Gesang vielleicht. Sprechgesang und klassischer Tenor wechseln sich ab - doch ein anderer Gesang würde zu der sehr tiefschürfenden Musik ohnehin nicht passen. EMPYRIUM kann man als direkte Fortsetzung der deutschen Mystik des 18. und 19. Jahrhunderts verstehen. Es fallen einem zu der Musik Bilder von Caspar David Friedrich oder Gedichte von Novalis ein.
Das Album ist trotz der Schwere recht eingängig geraten. Die Melodien sind sehr getragen und die Konzentration auf wenige Instrumente erzeugt manchmal eine sehr ruhige Stimmung wie z.B. bei Der Nix, das ein Pianostück ist.

 
Fazit

EMPYRIUM liefern mit "Weiland" beileibe keine seichte oder leichte Kost ab. Die Musik nimmt einen unweigerlich mit auf die Reise durch die Natur. Romantische Seelen und Melancholiker werden in der Schwere der Musik schwelgen können. Wer in der Musik etwas Freude sucht oder auf rockige Passagen steht, dem können EMPYRIUM allerdings nicht helfen. Doch das wollen sie auch gar nicht.
"Weiland" soll übrigens das letzte Album von EMPYRIUM sein, da laut eigener Aussage die Band mit "Weiland" alles gesagt hat, was sie zu dem Thema beitragen können.

Wertung: 7

Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.

   
Summary

EMPYRIUM are a band with a very German sound. They are followers of German romanticism of the 18th and 19th century. Their music is very melancholic, very sad and always very emotional. The lyrics are in German of course.
EMPYRIUM are an acoustic band and the songs are based upon acoustic guitar and piano. But instruments like mellotron and cello or flute add some extra spice to the arrangements.
The music is nothing for bright and sunny summer days but it is the perfect soundtrack to a dark and foggy autumn. People who love moody romantic music will certainly love "Weiland". 7 points

Don't forget to mention DURP.COM in case you order this CD somewhere !


© 10/2002 Thomas Otto
DURP - eZine from the progressive ocean
http://www.durp.com/