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Marillion

"Anorak in the UK live"

DURP - eZine from the progressive ocean

english summary
Info

Marillion
"Anorak in the UK live"
2002, EMI

Steve Hogarth - vocals
Mark Kelly - keyboards
Ian Mosley - drums and percussion
Steve Rothery - guitars
Pete Trewavas - bass

    CD 1
  1. Intro
    Seperated out
    Quartz
    Map of the world
    Out of this world
    Between you and me
    The great escape
    King
    If my heart were a ball it would roll uphill
    Waiting to happen
    Easter

  2. Gesamtspielzeit (total time): 70:26
 
Prologue / Vorab

Nach dem letztjährigen Studioalbum "Anoraknophobia" lassen MARILLION das unvermeidliche Livealbum folgen.

Rezension

Die Zeiten, in denen MARILLION Progressive Rock spielten sind lange vorbei. Die Band selbst distanziert sich von diesem Genre und bestreitet konsequent andere Wege. Die heutigen MARILLION erinnern stellenweise eher an U2 oder RADIOHEAD. Das Livealbum, dessen Großteil der Lieder von "Anoraknophobia" stammt, bezeugt diesen Wandel. Ich persönlich finde jedoch diese neue Musik von MARILLION eher belanglos. Natürlich gibt es noch die exzellenten Gitarren von Steve Rothery und der Gesang von Steve Hogarth ist sicherlich hervorragend, aber die Musik an sich hat nichts mit dem zu tun, was mir persönlich gefällt.
Fans älterer MARILLION werden sich wahrscheinlich ebenfalls nicht sonderlich begeistern lassen, zumal das Livealbum ohnehin nichts neues bringt.
Die Höhepunkte auf "Anorak in the UK live" bilden für mich die exzellenten Balladen The great escape und Easter. Bezeichnenderweise alles ältere Lieder. Der Rest klingt nicht schlecht, aber begeistert nicht sonderlich. Wer "Anoraknophobia" schon nicht hören wollte, bekommt hier kein Gegenargument geboten.

 
Fazit

Eigentlich sollte man MARILLION aus dem Progressive Rock Lager streichen. Die Band hat im Genre nur noch historische Wichtigkeit. Seit dem Abgang von Fish haben MARILLION zielstrebig die Brücken zur Vergangenheit abgebrochen und verfolgen mittlerweile vollkommen andere musikalische Ziele. Ob der Wechsel von Genesis als frühe Inspirationsquelle zu U2 als musikalischen Kumpanen so viel origineller ist, ist aber fraglich. Eigentlich wäre es nur fair, wenn sich MARILLION umbennen würden, um auch den letzten Bezug zur Bandvergangenheit aufzulösen und dem totalen Wandel in Stil und Ausrichtung Rechnung zu tragen. Aber natürlich bringt der Name auch Geld und Fans, die immer wieder hoffen, daß das nächste Album vielleicht etwas Prog bringt.
Nur Fans der neuen MARILLION können wohl Freude am Livealbum haben. Die Stimmung wurde gut eingefangen und die Band ist exzellent aufgelegt. Ansonsten spielt das Album keinerlei Rolle.

Wertung: 4

Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.

   
Summary

After last years "Anoraknophobia" MARILLION present the inevitable follow up live album, that consists mostly of songs from their latest studio output.
As a Progressive Rock band MARILLION have ceased to exist. Their new music is in the vein of U2 or RADIOHEAD. And even though the band plays great the music itself is not very inspiring. Highlights of the album are the well known older tracks like Easter and The great escape. The new material is hardly anything for Progressive Rock fans or people who favour the old Marillion from the 80s. It would only be fair for the band to change their name and abandon MARILLION. It creates a certain hope and expectation that the band just doesn't want to fulfil anymore. MARILLION 2002 is a completely different style and music. "Anorak in the UK live" is an album that no one really needs except those people who are into their new music and want to relive some of the live moments. 4 points

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© 10/2002 Thomas Otto
DURP - eZine from the progressive ocean
http://www.durp.com/